Neue Impulse für „gerechten Wandel“ und Ausstieg aus fossiler Energie

Religiöse Führungspersönlichkeiten setzen sich für Entscheidungen zum Schutz der vulnerabelsten Menschen ein.

06 Mai 2026
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Sitzung im Rahmen der Veranstaltung „Meeting of Spiritualities for Transitioning Away from Fossil Fuels“ am 24. April in Santa Marta, Kolumbien. Foto: Milton Mejía

Sitzung im Rahmen der Veranstaltung „Meeting of Spiritualities for Transitioning Away from Fossil Fuels“ am 24. April in Santa Marta, Kolumbien. Foto: Milton Mejía

LWB schließt sich religiöse motivierten Advocacy-Initiativen an, für die Menschen und Planet im Mittelpunkt stehen

(LWI) – In einer Zeit, in der die Umstellung von fossilen Brennstoffen auf erneuerbare Energien immer mehr an Dynamik gewinnt, hat der Lutherische Weltbund (LWB) mit anderen Glaubensgemeinschaften eine Diskussion über wichtige Themen rund um den globalen Klimanotstand und auch über die ethischen Dimensionen eines gerechten Wandels ins Leben gerufen.

Am 24. April hat der LWB in Santa Marta, Kolumbien, als Mitorganisator eine Veranstaltung zum Thema „Gemeinsam im Glauben für den Ausstieg aus fossilen Energieträgern“ ausgerichtet. Die ökumenische und interreligiöse Veranstaltung fand im Kontext der ersten „Conference on Transitioning Away from Fossil Fuels“ statt (erste Konferenz über den Ausstieg aus fossilen Energieträgern), die von den Regierungen Kolumbiens und der Niederlande für wichtige Interessengruppen einberufen wurde.

Während der Veranstaltung stellte Golda Ibarra, die LWB-Vertreterin für Kolumbien und Venezuela, die wichtigsten Elemente für einen gerechten Wandel aus einer im Glauben wurzelnden Perspektive vor. Sie beruhten auf den Empfehlungen der Studie Just Transition & Human Rights – Views of Faith Based Communities (Gerechter Wandel und Menschenrechte aus der Sicht von Gemeinschaften, die aus dem Glauben heraus handeln), die die Bedeutung von Gerechtigkeit, Menschenwürde und Inklusion bei der konkreten Ausgestaltung des Wandels hervorhebt.

Elena Cedillo, LWB-Programmreferentin für Klimagerechtigkeit, fasste zusammen, was gerechter Wandel bedeutet: „Glaubensgemeinschaften geht es darum, dass gerechter Wandel so gestaltet sein muss, dass die Würde der Menschen und das Wohlergehen unseres Heimatplaneten im Mittelpunkt stehen und dass dafür gesorgt wird, dass die Menschen, die am stärksten betroffene sind, geschützt und zugerüstet werden, eine Führungsrolle in diesem Wandel hin zu einer Zukunft ohne fossile Energien einzunehmen.“

Für den LWB „geht es darum sicherzustellen, dass Entscheidungen, die auf globaler Ebene getroffen werden, die vulnerabelsten Bevölkerungsgruppen schützen und sie an der Gestaltung von Lösungen beteiligen“, erklärte sie.

Glaubensgemeinschaften geht es darum, dass gerechter Wandel so gestaltet sein muss, dass die Würde der Menschen und das Wohlergehen unseres Heimatplaneten im Mittelpunkt stehen

Elena Cedillo, LWB-Programmreferentin für Klimagerechtigkeit

Pfr. Milton Mejía von der Presbyterianischen Kirche von Kolumbien sagte, dass das Treffen eine Botschaft der Hoffnung ausgesendet habe. „Aus unserem christlichen Glauben erwächst unsere Überzeugung, dass uns das Evangelium aufruft, das Leben in der gesamten Schöpfung zu schützen. Es ist unsere dringende Aufgabe, bedrohtes Leben zu bewahren.“

Die Förderung von Zusammenarbeit wurde als wichtiger Teil der Agenda gesehen. Nathaly Quito, Koordinatorin für Klimagerechtigkeit der Evangelisch-Lutherischen Kirche Kolumbiens, sagte: „Dieses Treffen ermöglicht einen Austausch über Erfahrungen, die Ausarbeitung von Vorschlägen und die Förderung eines gerechten Übergangs zu alternativen Energien unter Berücksichtigung der Realitäten vor Ort.“

Die Tagung in Santa Marta war die erste Konferenz, bei der die konkrete Umsetzung des Wandelns im Mittelpunkt stand und die das Ziel hatte, diejenigen zu unterstützen, die praktische Maßnahmen für eine faire, ordnungsgemäße und gerechte Abkehr von fossilen Energieträgern durchführen wollen. Die Ergebnisse der Konferenz werden einen Beitrag zur nächsten UN-Weltklimakonferenz COP31 leisten.

LWB/P. Mumia