LWB steht an der Seite von Kirche und Menschen in Venezuela

In einem Hirtenbrief bekräftigt die LWB-Generalsekretärin Solidarität mit den Menschen in Venezuela und fordert einen friedlichen Wandel nach rechtsstaatlichen Prinzipien.

21 Jan 2026
Image
LWF General Secretary Anne Burghardt has sent a letter to the Evangelical Lutheran Church in Venezuela expressing solidarity and prayers for a peaceful transformation in the country. Photo: LWF/Albin Hillert

LWB-Generalsekretärin Anne Burghardt hat einen Brief an die Evangelisch-Lutherische Kirche in Venezuela geschickt, in dem sie ihre Solidarität und ihre Gebete für einen friedlichen Wandel im Land zum Ausdruck bringt. Foto: LWB/Albin Hillert

Generalsekretärin Burghardt versichert venezolanisches Volk der Solidarität und Gebete des LWB für friedlichen Wandel 

(LWI) – Der Lutherische Weltbund (LWB) formuliert „große Sorge“, aber versichert die Menschen in Venezuela „seines Mitgefühls und seiner unerschütterliche Solidarität“. In einem Brief an Pastor Gerardo Hands, den Präsidenten der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Venezuela, hat LWB-Generalsekretärin Pfarrerin Dr. Anne Burghardt betont, dass die weltweite Kirchengemeinschaft nach der jüngsten militärischen Intervention der USA an der Seite des venezolanischen Volkes stehe.

In ihrem Brief schreibt Burghardt, der LWB sei „zutiefst betroffen über die immensen Nöte und Entbehrungen, die das venezolanische Volk schon viel zu lange erdulden muss, u. a. in Form eines wirtschaftlichen Zusammenbruchs, gesellschaftlicher und politischer Unruhen und den daraus erwachsenen humanitären Krisen und Migrationsbewegungen“. 

Nach der Militäraktion der USA Anfang des Monats, so Burghardt, seien die Menschen in Venezuela mit neuen Unsicherheiten konfrontiert, die zudem mit einer weiteren Traumatisierung und dem Verlust von Menschenleben einhergingen. „Wir trauern um alle Menschen, die ums Leben gekommen sind“, schreibt sie. Dutzende Menschen sind Berichten zufolge getötet worden, als US-Truppen den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und seine Frau am 3. Januar auf seinem Anwesen festgenommen haben.

Der LWB begleitet die Kirche in Venezuela weiterhin in ihrem Zeugnis und ihrer diakonischen Mission.

LWB-Generalsekretärin Pfarrerin Dr. Anne Burghardt

In ihrem Brief unterstreicht die LWB-Generalsekretärin ihre Sorgen über die „langfristigen Auswirkungen, die dieses Vorgehen in Venezuela, in der gesamten Region und sogar weltweit haben könnte“. Sie fordert „einen friedlichen Wandel“ und dass Entscheidungen nach rechtsstaatlichen Grundsätzen getroffen werden und die Menschenrechte aller Beteiligten und insbesondere der schutzbedürftigsten Menschen wahren. 

Burghardt lässt keine Zweifel daran, dass der LWB „unerschütterlich zu seinem Bekenntnis zu Gerechtigkeit, Frieden und der Würde aller Menschen“ steht und die Kirche in Venezuela weiterhin in ihrem Zeugnis und ihrer diakonischen Mission begleiten werde. „Unsere Solidarität mit dem venezolanischen Volk ist ungebrochen und wir werden auch weiterhin für das venezolanische Volk beten“, schreibt sie.  

Die Generalsekretärin formulierte ein Gebet für alle Menschen, die politische Führung und die Gemeinwesen in Venezuela „und für alle, die auf lokaler und internationaler Ebene politische Verantwortung tragen. Möge Gott ihre Herzen anleiten, damit sie gerecht und Leben spendend handeln.“ Abschließend schreibt sie: „Möge Gott Ihnen in dieser schweren Zeit Stärke und Hoffnung geben.“  

LWF/P. Hitchen