Junge Menschen in El Salvador feiern Tag der Erde

Junge Erwachsene der Salvadorianischen Lutherischen Kirche organisieren eine Veranstaltung unter der Überschrift „Lebendige Altäre“, um durch Engagement für den Schutz der Erde ihren Glauben zum Ausdruck zu bringen

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Ein besonderer Moment bei der von der Salvadorianischen Lutherischen Kirche (ILS) veranstalteten Feier zum Tag der Erde: der Gottesdienst unter Leitung von jungen Erwachsenen. Foto: ILS-Jugend

Ein besonderer Moment bei der von der Salvadorianischen Lutherischen Kirche (ILS) veranstalteten Feier zum Tag der Erde: der Gottesdienst unter Leitung von jungen Erwachsenen. Foto: ILS-Jugend

„Lebendige Altäre“ verbinden Glauben und praktisches Engagement für Schutz unsere Heimatplaneten 

(LWI) – Den lutherischen Glauben durch aktive Mitwirkung an der Bewahrung der Schöpfung praktisch leben – dieser ökotheologische Ansatz war das zentrale Thema einer Veranstaltung des Nationalen Jugendrats der Salvadorianischen Lutherischen Kirche (ILS) zum diesjährigen Tag der Erde.

Unter dem Motto „Lebendige Altäre“ kamen junge Erwachsene und Kirchenleitende aus 14 Ortsgemeinden zusammen. Gemeinsam dachten sie darüber nach, wie sich unser Glaube und die Bewahrung unseres „gemeinsamen Heimatplaneten“ besser verbinden und konkret umsetzen lassen, ganz im Sinne der Initiativen des LWB-Forums für Klimagerechtigkeit in Lateinamerika und der Karibik.

LWB-Ratsmitglied Pfarrerin Laura Saravia unterstrich die zentrale Rolle, die junge Menschen in diesem Prozess spielen: „Der Rat der Nordsynode unserer Kirche koordiniert und organisiert gemeinsame Aktionen mit allen jungen Menschen in unseren vier Synodenräten. Bei diesem Treffen kamen mehr als 34 junge Menschen mit kirchlichen Führungspersonen zusammen und beschäftigten sich mit ‚Lebendigen Altären‘ als eine konkrete Ausdrucksform unseres gelebten Glaubens.“

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Pfarrerin Laura Saravia leitete die Aktion „Lebendige Altäre“ im Rahmen der Feier zum Tag der Erde in ihrer Kirche. Foto: ILS -Jugend

Pfarrerin Laura Saravia leitete die Aktion „Lebendige Altäre“ im Rahmen der Feier zum Tag der Erde in ihrer Kirche. Foto: ILS -Jugend

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ILS-Jugendratsmitglied Khatherine Reina überreicht Pfarrerin Roxana Gavidia symbolisch die erste Palme. Foto: ILS-Jugend

ILS-Jugendratsmitglied Khatherine Reina überreicht Pfarrerin Roxana Gavidia symbolisch die erste Palme. Foto: ILS-Jugend

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Teilnehmende aus verschiedenen Gemeinden erhalten bei den Aktionen zum Tag der Erde Palmen und Pflanzkübel. Foto: ILS-Jugend

Teilnehmende aus verschiedenen Gemeinden erhalten bei den Aktionen zum Tag der Erde Palmen und Pflanzkübel. Foto: ILS-Jugend

Zwei Ereignisse waren an diesem Tag besonders hervorzuheben: ein von den jungen Erwachsenen gestalteter Festgottesdienst mit Symbolen wie Erde, Wasser und Palmzweigen, die an den Einzug Jesu in Jerusalem erinnerten. Die Palmzweige wurden im Gottesdienst gesegnet und als Zeichen der Verbundenheit anschließend an die Gemeinde verteilt.

Am Nachmittag zog die Gruppe dann in einen nahe gelegenen Naturschutzpark, wo die Natur einen guten Rahmen für Lernaktivitäten, Spiele und Gespräche bot. Die Teilnehmenden setzten sich mit der Idee „lebendiger Altäre“ als Zeugnis für unsere Glauben auseinander, das zu Plastikverzicht, Umweltschutz und der Schaffung harmonischerer Räume in den Kirchen anregt.

Saravia betonte die spirituelle und auch praktische Bedeutung dieser Initiative, die 2022 nach dem ersten Treffen des Klimagerechtigkeitsforums in El Salvador entstand: „Wir dienen einem lebendigen Gott, und deshalb brauchen wir auch lebendige Altäre.“

Das war auf jeden Fall eine Erfahrung, die unsere Mission und unser gemeinschaftliches Engagement noch stärker gemacht hat.

Adriana Alvarado, Jugendreferentin der ILS

Kofinanziert wurde die Veranstaltung am 19. April außerdem vom Synodenprogramm zur Bewahrung der Schöpfung, was ein wichtiger Ausdruck der Unterstützung für die Arbeit der jungen Erwachsenen darstellte. An der Vorbereitung der Aktion war auch die nationale Jugendreferentin, Adriana Alvarado, beteiligt. „Es war sehr bereichernd zu sehen, wie die Teilnehmenden sich ausgetauscht, einander zugehört und gemeinsam gelernt haben, und so Räume für Bewusstseinsbildung, Zusammenhalt und Engagement für die Bewahrung der Schöpfung geschaffen wurden. Das war auf jeden Fall eine Erfahrung, die unsere Mission und unser gemeinschaftliches Engagement noch stärker gemacht hat“, sagte sie.

Auch andere Teilnehmende berichteten von ihren Eindrücke. Khaterine Reina beispielsweise sagte, das Thema habe sie dazu gebracht, „darüber nachzudenken, wie ich selbst entscheide, welche Art von ‚Boden‘ ich in meinem Leben sein möchte. Ich habe hier viel Liebe, Hoffnung und Gemeinschaft erleben können.“

Katherine Marcela Quijada Hernández von der mit der ILS verbundenen Iglesia Luterana de los Apóstoles de Cristo betonte: „Das Besondere war, dass wir durch ein gemeinsames Ziel verbunden waren: die Bewahrung unseres Heimatplaneten, der Erde.“

Die ILS bekräftigte ihr Bekenntnis, solche Initiativen in der Hoffnung weiter fördern zu wollen, dass sich immer mehr Kirchen anschließen und weitere Gemeinden in der Region inspiriert werden, ihren Glauben durch ein aktives Engagement für die Bewahrung der Schöpfung praktisch zu leben.

LWB/E. Albrecht