Der Stadtteil Saltivka in Charkiw (Ukraine), wo der LWB den Wiederaufbau und die Instandsetzung beschädigter Wohnungen unterstützt hat. Foto: LWB/ Anatolyi Nazarenko
Botschaft der Solidarität an Deutsche Evangelisch-Lutherische Kirche in der Ukraine nach vier Jahren Krieg
(LWI) – „Die lutherischen Gläubigen in aller Welt stehen Ihnen in diesem langen Winter und diesem langen Krieg, den Sie durchstehen müssen, auch weiterhin mit Gebeten und praktischer Hilfe zur Seite.“ In einem Hirtenbrief an Bischof Pavlo Shvarts von der Deutschen Evangelisch-Lutherischen Kirche in der Ukraine (DELKU) verurteilen die Führungsverantwortlichen des Lutherischen Weltbundes (LWB) die jüngste Verschärfung der russischen Drohnen- und Raketenangriffe auf die Zivilbevölkerung in der Ukraine und bekräftigen die Solidarität der weltweiten Kirchengemeinschaft.
In dem anlässlich des vierten Jahrestags der Vollinvasion der Ukraine verfassten Brief danken LWB-Präsident Bischof Henrik Stubkjær und LWB-Generalsekretärin Pfarrerin Dr. Anne Burghardt der Kirche in der Ukraine für ihr „treues Zeugnis“. Ihre diakonische Arbeit und Seelsorge-Angebote seien ein „starkes Zeugnis für die Resilienz und Anteilnahme, die den Kern des Evangeliums ausmachen“.
Gezielte Angriffe auf die Energieinfrastruktur bei Temperaturen von bis zu -20 °C sind abscheulich.
Bischof Henrik Stubkjær, LWB-Präsident, und Pfarrerin Dr. Anne Burghardt, LWB-Generalsekretärin
Die „gezielten Angriffe auf die Energieinfrastruktur bei Temperaturen von bis zu -20 °C“ bezeichneten die beiden LWB-Leitenden vor dem Hintergrund der zuletzt intensivierten Drohnen- und Raketenangriffen auf Zivilbevölkerung und Infrastruktur als „abscheulich“.
Sie versicherten die Menschen in der Ukraine erneut der Gebete und der Unterstützung des LWB, sowohl als weltweite Kirchengemeinschaft als auch durch das LWB-Länderprogramm in der Ukraine. „Wir werden Ihre Arbeit und die Menschen, denen Sie dienen, auch in Zukunft unterstützen. Nicht nur in diesem schwierigen Winter, sondern auch bei den wichtigen Vorbereitungen für den Aufbau der von Ihnen vorgesehenen Infrastruktur“, so die beiden Verantwortlichen.
Die Leitungsverantwortlichen des LWB schließen ihren Brief mit Versen aus den Klageliedern 3,21–23 und dem folgenden Gebet: „Möge Gott Ihnen, Ihren Gemeinden und den Menschen in der Ukraine jeden Morgen Hoffnung und neue Kraft schenken.“
Am 24. Februar 2022 startete Russland einen groß angelegten Angriff auf die Ukraine, der zehntausende zivile Opfer gefordert und zur größten Flüchtlingskrise in Europa seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs geführt hat. Damit eskalierte der bereits 2014 mit der Besetzung der Krim und Angriffen auf die Donbass-Region im Osten der Ukraine begonnene Konflikt gewaltig.