Arusha (Tansania), 25. bis 30. Juni 2008
Tag 6 - Montag, 30. Juni
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Abstimmung im Plenum der LWB-Ratstagung. Der LWB-Rat tagte auf Einladung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tansania (ELKT) vom 25. bis 30. Juni mit über 170 Teilnehmenden im nordtansanischen Arusha und stand unter dem Thema „Schmelzende Schneekappe auf dem Kilimandscharo: Zeugnis inmitten der leidenden Schöpfung“. © LWB/D.-M. Grötzsch |
Klimawandel ist dringliche Herausforderung
in nie da gewesener Grössenordnung
![]() Pfr. Dr. David Pfrimmer aus Kanada berichtet im Namen des Programmausschusses für Internationale Angelegenheiten und Menschenrechte. © LWB/D.-M. Grötzsch |
Der Rat des Lutherischen Weltbundes (LWB) hat auf seiner Tagung im nordtansanischen Arusha die Mitgliedskirchen dazu aufgerufen, sich im Bereich Klimawandel verstärkt theologisch und ethisch mit den Folgen des menschlichen Eingreifens in die Natur auseinanderzusetzen. Menschen sollten eher als „Mitgeschöpfe“ mit moralischer Urteilskraft denn als „Mitschöpfer“, die Vorrechte einfordern können, betrachtet werden, so die Ratsmitglieder am Montag, 30. Juni, auf ihrer Tagung, die auf Einladung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tansania (ELKT) vom 25. bis 30. Juni in Tansania stattfand. Die Ratsmitglieder regten weiter dazu an, von indigenen Bräuchen und traditioneller Weisheit zu lernen, um als Teil der Schöpfung ein nachhaltiges Leben zu führen.
Der Rat rief dazu auf, „den Mitgliedskirchen die dramatische Dringlichkeit und noch nie da gewesene Grössenordnung der Herausforderung des Klimawandels und die Bedrohung, die er für die gesamte Menschheit und alle Geschöpfe der Erde darstellt, vor Augen (zu) führen.“ Mehr...
Konflikt zwischen Israelis und PalästinenserInnen
muss gewaltlos gelöst werden
Die LWB-Ratsmitglieder haben sich auf ihrer Tagung in Arusha gegen j egliche Versuche ausgesprochen, die politischen Streitigkeiten zwischen Israelis und PalästinenserInnen gewaltsam zu lösen. Der Rat ermutigte das palästinensische Volk, seine Spaltungen zu überwinden und eine vereinte Strategie für Gerechtigkeit, Rechtsstaatlichkeit und einen pluralistischen Staat zu verfolgen. Mehr...
Weltweite Nahrungskrise ist Realität
und keine kurzfristige Anomalie
Tief besorgt hat sich der LWB-Rat über die jüngsten weltweiten aussergewöhnlichen Preissteigerungen für Grundnahrungsmittel geäussert. Die Auswirkungen der Preissteigerungen beträfen die ärmsten und schwächsten Gemeinschaften und Menschen, Entwicklungsbemühungen sowie die politische Stabilität in den am meisten betroffenen Ländern. Mehr...
Hier finden Sie weitere LWI-Nachrichten zu folgenden Themen:
LWB-Rat besorgt über Situation simbabwischer Flüchtlinge
LWB-Rat würdigt Allgemeine Erklärung der Menschenrechte
LWB-Rat würdigt Arbeit des Internationalen Strafgerichtshofs für Ruanda
LWB-Rat unterstützt Zusammenschluss von
ACT International und ACT Entwicklung
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Der LWB-Rat hat sich dafür ausgesprochen, dass sich das LWB-Sekretariat sowie die LWB-Mitgliedskirchen auch weiterhin aktiv für die Schaffung eines Bündnisses aus ACT International und ACT Entwicklung einsetzen. Die Ratsmitglieder würdigten die Anstrengungen, ACT International und ACT Entwicklung zu einem ACT-Bündnis zu vereinigen. Es müsse in diesem Prozess sichergestellt werden, dass die Kirchen und ihre Dienste und Werke sich voll und ganz mit dem zusammengelegten ACT-Bündnis identifizieren können, so der Rat.
Der LWB-Generalsekretär wurde vom Rat beauftragt, die gemeinsamen Exekutivausschüsse von ACT International sowie ACT Entwicklung aufzufordern, eine Vertretung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) und des LWB in der Leitungsstruktur des neuen Bündnisses sicherzustellen und dafür zu sorgen, dass die Kriterien für die Mitgliedschaft im neuen ACT-Bündis kleineren Kirchen Zugang und Beteiligung ermöglichen. Mehr...
LWB-Rat betont Zeugnis ordinierter Frauen
![]() Die Vorsitzende des Programmausschusses für Theologie und Studien, Pfrin. Dr. Barbara Rossing aus den USA. © LWB/D.-M. Grötzsch |
Zur Stärkung des Zeugnisses ordinierter Frauen hat der Rat des LWB auf seiner Tagung in Arusha das Kommuniqué „Die andauernde Reformation der Kirche: Das Zeugnis von ordinierten Frauen heute“ bekräftigt und den Mitgliedskirchen zur Kenntnisnahme und für weitere konkrete Massnahmen empfohlen. Der Rat beschloss darüber hinaus, dass die Mitgliedskirchen ihre Berichte im Blick auf dieses Dokument auf der Ratstagung 2009 einbringen sollen. Das Dokument war im Rahmen der Konsultation „Women in Ordained Ministry as Ecumenical Witness“ (Frauen im ordinationsgebundenen Amt als ökumenisches Zeugnis) verabschiedet worden, die Ende März 2008 in Genf (Schweiz) stattfand.
In Vorbereitung auf die Elfte LWB-Vollversammlung forderte der Rat auf Anregung des Programmausschusses für Theologie und Studien den LWB-Generalsekretär dazu auf, für die inhaltliche Koordination der Vollversammlung auf die Erfahrungen, die aktuellen Programme und die Kompetenz der LWB-Abteilung für Theologie und Studien (ATS) und anderer LWB-Abteilungen sowie der lokalen Kirchen zurückzugreifen. Mehr...
LWB-Rat fordert Verhaltenskodex
gegen Bestechlichkeit
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Die LWB-Ratsmitglieder haben sich auf ihrer Tagung in Arusha dafür ausgesprochen, dass der LWB im Hinblick auf Bestechlichkeit in einen ökumenischen Prozess eintreten soll, um einen Verhaltenskodex gegen Bestechlichkeit einzuführen.
Im Hinblick auf das LWB-Selbstverständnis als einer Kirchengemeinschaft hat sich der Rat dafür ausgesprochen, dass das Genfer LWB-Sekretariat verstärkt Themen wie Gottesdienst und Spiritualität in die programmatischen Aktivitäten des LWB einbinden soll. Der Rat folgte damit einer Empfehlung des Programmausschusses für Mission und Entwicklung.
Der Programmausschuss informierte die Ratsmitglieder darüber hinaus über in einigen Mitgliedskirchen aufgetretene Konflikte. Mehr...
LWB-Rat lässt Erklärung vorbereiten, in der AnabaptistInnen um Vergebung gebeten werden
![]() Prof. Dr. Joachim Track aus Deutschland, Vorsitzender des Programmausschusses für Ökumenische Angelegenheiten. © LWB/D.-M. Grötzsch |
Der LWB-Rat hat auf seiner Tagung in Arusha beschlossen, eine Erklärung erarbeiten zu lassen, in der im Namen des LWB die „AnabaptistInnen“ um Vergebung für die Verfolgung durch LutheranerInnen gebeten werden sollen, die zahlreiche Menschenleben forderte und mit Verweis auf die theologischen Positionen der lutherischen Reformatoren gerechtfertigt wurde.
Auf Empfehlung des Programmausschusses für Ökumenische Angelegenheiten würdigte der Rat am Montag, 30. Juni, weiterhin die 2007 und 2008 von der Internationalen lutherisch-mennonitischen Studienkommission vorgelegten Kommuniqués und deren sorgfältige und wichtige Arbeit. Er ermutigte die Kommission, im Jahr 2009 ihren Abschlussbericht vorzulegen.
Der Programmausschuss hatte das Ergebnis der lutherisch-mennonitischen Studienkommission diskutiert und im Blick auf die Elfte LWB-Vollversammlung im Juli 2010 mögliche Empfehlungen zur Beschlussfassung erörtert, wobei Formulierungen wie „Bedauern“ und „Bitte um Vergebung“ in Erwägung gezogen wurden. Mehr...
LWB- Rat unterstützt Vorschlag zu
neuem LWB-Onlineangebot
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Der LWB-Rat hat eine Empfehlung angenommen, wonach im Jahr 2009 ausreichende Mittel für das Onlineangebot des LWB zur Verfügung gestellt werden sollen.
Der Programmausschuss für Kommunikationsdienste legte dem Rat diese Empfehlung vor dem Hintergrund des Berichts eines Runden Tisches zum Thema „Communio Portal“ vor, der im Mai 2008 unter Beteiligung von über 45 VertreterInnen aus Mitgliedskirchen und Partnerorganisationen in Genf stattgefunden hatte. Die Teilnehmenden des Runden Tisches waren zu dem Ergebnis gelangt, dass für die Vorbereitung der Elften LWB-Vollversammlung 2010 in Stuttgart (Deutschland) dringend eine neue Webseite benötigt werde. Mehr...
FEATURE: Hört unsere Lieder – versprecht uns
zu handeln!
„Der Klimawandel bedroht unsere Zukunft“, skandierten junge Erwachsene aus Mitgliedskirchen des Lutherischen Weltbundes (LWB) im Rahmen eines Rollenspiels beim Jugendworkshop, der im Juni im Vorfeld der LWB-Ratstagung in Arusha (Nordtansania) stattfand. Die Ratstagung fand auf Einladung der ELKT vom 25. bis 30. Juni in Arusha statt.
„Der Kilimandscharo ist nicht mehr so schön wie früher. Meine Kinder werden ihn wahrscheinlich nur ohne Schnee kennen“, stellte Namsifu Aminiel von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tansania (ELKT) fest. Mehr...
Genfer LWB-Koordinierungshaushalt in Höhe von 13 Millionen Schweizer Franken gebilligt
Der Rat hat in Arusha den Genfer LWB-Koordinierungshaushalt für das Jahr 2009 mit Ausgaben in Höhe von 13.047.887 Schweizer Franken (CHF) genehmigt.
Der Genfer LWB-Koordinierungshaushalt, der so genannte A-Haushalt, der zu 80 Prozent aus Personalaufwendungen besteht, weist nach den gegenwärtigen Projektionen im kommenden Jahr einen Überschuss in Höhe von 48.844 CHF aus.
Programme und Projekte in Höhe von 86 Millionen USD geplant
Auf der Grundlage der Empfehlungen des LWB-Programmausschusses für Finanzen und Verwaltung hat der Rat für das Jahr 2009 Programme und Projekte der einzelnen LWB-Abteilungen und Büros in Höhe von 85,98 Millionen USD gebilligt. Mehr...
LWB-Generalsekretär Noko: Ratstagung war ein Erfolg – Schatzmeister Stoll bezeichnet Armut
als globales Anliegen
LWB-Generalsekretär Pfr. Dr. Ishmael Noko hat sich zufrieden über den Verlauf und die Ergebnisse der LWB-Ratstagung in Arusha geäussert.
„Wir haben als Lutherischer Weltbund den Beschluss gefasst, uns aktiv für die Senkung von Emissionen einzusetzen, auch bei unseren eigenen Reisen und in unseren Büros“, betonte Noko im Blick auf das Thema der Ratstagung: „Schmelzende Schneekappe auf dem Kilimandscharo: Zeugnis inmitten der leidenden Schöpfung“.
LWB-Schatzmeister Peter Stoll stimmte mit dem Generalsekretär in der Einschätzung der erfolgreichen Arbeit des Rates überein: „Wir haben als Rat noch nie so viele Dinge in so kurzer Zeit erledigt und so viele Empfehlungen ausgesprochen.“ Mehr...
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