Lutherischer Weltbund

Ratstagung 2008

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Arusha (Tansania), 25. bis 30. Juni 2008

Tag 5 - Sonntag, 29. Juni

Ein farbenfroher und musikerfüllter Erntedankgottesdienst in der Kirche „Arusha Town Lutheran Church“ in Arusha (Nordtansania). Im Anschluss an den Gottesdienst wurden die der Kirchengemeinde gestifteten Hühner, Maiskolben, Bananenstauden, Avocados sowie ein Kalb versteigert © LWB/C. Schubert



Bischof Kameeta: Ihr seid keine Menschen der Verzweiflung, sondern Menschen der Hoffnung


Bischof Dr. Zephania Kameeta (li.) – seine Predigt wird vom Stellv. Generalsekretär der ELKT, Pfr. Ambele Mwaipopo, in Kiswahili übersetzt.
© LWB/C. Schubert

„Das Wort Gottes nimmt dich und mich hinein in die Güte Gottes“, betonte Bischof Dr. Zephania Kameeta, Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in der Republik Namibia (ELKRN), am Sonntagmorgen, 29. Juni, in einem farbenfrohen und musikerfüllten Erntedankgottesdienst in Arusha (Nordtansania). „Besonders in den dunklen Tagen des Lebens, wenn wir über die Leiden der Schöpfung und unsere eigenen Leiden sprechen, sollten wir zurücksehen und uns an Tage erinnern, an denen wir die Güte Gottes bereits erfahren konnten“, ermutigte Bischof Kameeta die über 500 Gottesdienstteilnehmenden.

Am Sonntagmorgen nahmen auch Ratsmitglieder des Lutherischen Weltbundes (LWB) an dem lebendigen Erntedankgottesdienst teil, der in der Kirche „Arusha Town Lutheran Church“ in Arusha stattfand.


Pfr. Sven Oppegaard aus Norwegen mit einem Huhn für die Versteigerung.
© LWB/C. Schubert

Alle Teilnehmenden an der LWB-Ratstagung waren eingeladen, in verschiedenen Gemeinden der Diözese Arusha der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tansania (ELKT) mit den Gemeinden Gottesdienst zu feiern.

„Der Rat ist in Arusha zusammengekommen, um über die leidende Schöpfung zu sprechen, über das Leiden und das Sterben der Menschheit“, betonte Kameeta, seit 2003 auch LWB-Vizepräsident für die Region Afrika. Das sei wichtig, dennoch sollten die Menschen nicht vergessen, was Gott für sein Volk tue. Leiden distanziere die Menschen von Gott und seinen Zusagen, hob der namibische Bischof hervor. Leiden mache Menschen rebellisch gegen Gott und lasse sie vergessen zu beten. Kameeta ermutigte die Gemeinde eindringlich, das Gebet nicht zu vergessen und an die Güte Gottes zu glauben. Mehr...


Gottesdienstbesuch im Lande der Massai


Weltdienstdirektor Pfr. Eberhard Hitzler (re.) überreicht ein Kreuz, das aus einer im liberianischen Bürgerkrieg abgefeuerten Granate gefertigt wurde.
© LWB/B. Waddell

Zu Gottesdienstbesuchen am Sonntagmorgen hatte auch die ELKT-Gemeinde in Mtowambu, rund zwei Autostunden von Arusha in Nordtansania entfernt am Ngorongoro-Krater, eingeladen. Pfr. Eberhard Hitzler, Direktor der LWB-Abteilung für Weltdienst (AWD), der selbst acht Jahre lang als Missionar des bayrischen Missionswerks in dieser Gegend tätig war, hielt die Predigt auf Englisch und Kiswahili. Bischof Julius D. Paul von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Malaysia sprach ein Grusswort im Namen des LWB und segnete die Gottesdienstgemeinde.

Die Bedeutung des Namens der Gemeinde ist „Mückenfluss“, was darauf hindeutet, dass es in dieser Gegend viele Mücken gibt und entsprechend hoch ist auch die Infektionsrate mit Malaria. Doch mittlerweile ist durch eine verbesserte Gesundheitsversorgung und funktionierende Krankenhäuser die Situation wesentlich verbessert worden; auch die hohe Kindersterblichkeit geht inzwischen zurück.


© LWB/B. Waddell

Die Gemeindepfarrerin und Missionarin in dieser Region ist Christiane Eckert aus Deutschland, die vom Evangelisch-Lutherischen Missionswerk Leipzig entsandt wurde. Sie begrüsste die zwölfköpfige Delegation und zeigte den BesucherInnen neben der Missionsstation auch ihre neugeborene, erst einen halben Tag alte kleine Ziege. Eckert, die bereits gut drei Jahre im Land lebt und sich als kundige Führerin erwies, informierte die Delegation über die gegenwärtige Situation der in diesem Gebiet lebenden Massai.

Im vollbesetzten Gottesdienst mit rund 250 Gemeindegliedern sprach Pfr. Hitzler in seiner Predigt über einen Text aus dem Brief des Paulus an die Gemeinde in Korinth und erklärte der Gemeinde, man müsse bei der Liebe zwischen Person und Werk unterscheiden. Mehr...


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