Lutherischer Weltbund

Ratstagung 2008

Video

Arusha (Tansania), 25. bis 30. Juni 2008

Tag 4 - Samstag, 28. Juni

Sindisiwe Ndelu aus Südafrika stellt in Arusha das neue LWB-Kochbuch „Food for Life“ (Nahrung zum Leben) vor. Ndelu, Mitglied des LWB-Programmausschusses für Kommunikationsdienste, betonte, das Kochbuch sei die erste Publikation, in der das neue Logo der LWB-Vollversammlung 2010 in Stuttgart (Deutschland) Verwendung finde. Das Kochbuch präsentiert auf über 100 Seiten Rezepte aus Gemeinschaften, in denen Länderprogrammen der LWB-Abteilung für Weltdienst aktiv sind. © LWB/D.-M. Grötzsch



Logo für Elfte LWB-Vollversammlung 2010
in Stuttgart vorgestellt

Auf der LWB-Ratstagung in Arusha (Nordtansania) wurde am Samstag, 28. Juni, erstmals das neu gestaltete Logo für die Elfte LWB-Vollversammlung im Jahr 2010 präsentiert. Die gastgebende Evangelische Landeskirche in Württemberg hatte zusammen mit einer Agentur das Logo entworfen. Die Vollversammlung ist das oberste Entscheidungsorgan des LWB. Die Elfte Vollversammlung findet vom 20. bis 27. Juli 2010 in Stuttgart (Deutschland) statt.

Das neue Logo zeigt in der Mitte ein Kreuz, umgeben von einer aufbrechenden Knospe. Es ist in freundlicher grüner Farbe gehalten und wird umrahmt vom Thema der Elften Vollversammlung: „Unser tägliches Brot gib uns heute“. Diese Bitte des Vaterunsers wurde mit wenigen Pinselstrichen klar und deutlich umgesetzt. Die geschwungene Form des Kreuzes soll deutlich machen, dass der christliche Glaube nichts Statisches, sondern etwas Lebendiges ist. Mit einer leichten Krümmung nach oben soll die Auferstehungshoffnung symbolisiert werden.

Die aufbrechende Knospe soll Sinnbild sein für alles, was wächst auf der Erde, ganz besonders aber für alles Getreide, das dazu dient, die Menschen mit täglicher Nahrung zu versorgen. Bewusst wurde die Getreideknospe gewählt, um von der Engführung auf „Brot“ wegzukommen, denn für die Mehrzahl der Mitglieder lutherischer Kirchen weltweit ist Reis das Hauptnahrungsmittel. Mehr...


Führender tansanischer Politiker: Handel mit Emissionsrechten ist keine Lösung für weltweite Umweltverschmutzung


Der ehemalige tansanische Premierminister Frederick T. Sumaye kritisierte in Arusha den Handel mit Emissionsrechten. © LWB/D.-M. Grötzsch

Der ehemalige tansanische Premierminister Frederick T. Sumaye hat im Rahmen der LWB-Ratstagung den Handel mit Emissionsrechten zum Ausgleich weltweiter Umweltverschmutzung als skandalös bezeichnet und davor gewarnt, dass Armut und Umweltzerstörung in einen Teufelskreis führen und wechselseitig ihre Auswirkungen auf arme Bevölkerungsgruppen verschärfen könnten. Sumaye betonte am Samstag, 28. Juni, bei einer Plenarsitzung zur Situation Afrikas, dass die Industrieländer einen unverhältnismässig grossen Anteil an der Verschmutzung und Zerstörung der Umwelt hätten.

„Die entwickelten Länder versuchen gegenwärtig, das Problem mit Hilfe des Kaufs so genannter Emissionsrechte zu korrigieren“, so Sumaye. Im Rahmen des Emissionshandels würden arme Länder zur Schaffung riesiger landwirtschaftlicher Betriebe verleitet, die Pflanzen für die Biotreibstoffproduktion anbauen, so Sumayes Beschreibung der Situation.

Die Anbauprodukte wiederum würden exportiert, um den Anteil der Industriestaaten an der Umweltverschmutzung zu kompensieren. Dies bedeute, dass ein reiches Land die Umwelt verschmutzen dürfe, solange es in armen Ländern die Rodung von Flächen und den Anbau von Biotreibstoffen finanziere. „Das ist sehr traurig, bedauerlich, ja schändlich“, so Sumaye. Mehr...


Zahl der Mitgliedskirchen des Lutherischen Weltbundes steigt auf 141 weltweit


Pfrin. Claudia Schreiber von der Lippischen Landeskirche [Lutherische Klasse], Vorsitzende des Ständigen Ausschusses für Mitgliedschaft.
© LWB/D.-M. Grötzsch

Der LWB-Rat hat auf seiner Tagung in Arusha eine neue Mitgliedskirche aufgenommen. Damit gehören 141 Mitgliedskirchen in 79 Ländern weltweit mit insgesamt rund 68,3 Millionen Mitgliedern zum LWB.

Die Mitglieder des LWB-Rates entschieden auf Empfehlung des Ständigen Ausschusses für Mitgliedschaft der Evangelisch-Lutherischen Kirche des Kongo mit 3.115 Mitgliedern volle Mitgliedschaft im LWB zu gewähren. Die Zahl der Mitglieder, die zu LWB-Mitgliedskirchen gehören, steigt damit auf insgesamt 68.325.414.

Die Evangelisch-Lutherische Kirche des Kongo (ELKK) wurde 1985 von lokalen Predigern im Kongo gegründet. 1991 wurde sie offiziell bei der kongolesischen Regierung eingetragen. Zunächst wurde die Kirche von der Evangelisch-Lutherischen Kirche Kameruns (Eglise évangélique luthérienne du Cameroun – EELC), die seit 1971 zum LWB gehört, begleitet und ihre Pfarrer im EELC-Seminar in Meiganga (Kamerun) ausgebildet. Sie trat 1990 der Lutherischen Gemeinschaft in Zentral- und Westafrika (LUCCWA) als assoziiertes Mitglied bei und erhielt 2002 die volle Mitgliedschaft. Mehr...


Ökumenische Grussworte an den LWB-Rat betonen gemeinsame Verantwortung für die Schöpfung

Auf seiner Tagung in Arusha hat der LWB-Rat Grussworte des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), der AnglikanerInnen, MennonitInnen, Orthodoxen, der römisch-katholischen Kirche sowie der Regierung der Republik Tansania entgegengenommen. Mehr...


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