Arusha (Tansania), 25. bis 30. Juni 2008
Tag 2 - Donnerstag, 26. Juni
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Teilnehmende an einer Sondersitzung des Rates des Lutherischen Weltbundes (LWB) zur kritischen Situation in Simbabwe am Donnerstagabend, 26. Juni. Intention dieser Sitzung aus aktuellem Anlass war die Verabschiedung einer Öffentlichen Erklärung der LWB-Ratsmitglieder. © LWB/D.-M. Grötzsch |
LWB-Rat fordert unverzüglichen Friedensprozess
in Simbabwe
Der Rat des Lutherischen Weltbundes (LWB) hat eindringlich dazu aufgerufen, unverzüglich einen Friedensprozess in Simbabwe ins Leben zu rufen. In diesen Prozess sollten alle Beteiligten in Simbabwe, alle örtlichen Organisationen sowie die internationale Staatengemeinschaft eingebunden werden, so die Ratsmitglieder in einer Öffentlichen Erklärung am Donnerstagabend, 26. Juni, in Arusha (Nordtansania). Der LWB stehe bereit, die Menschen in Simbabwe beim Wiederaufbau ihrer Nation zu unterstützen und ihre betrogenen Hoffnungen auf ein Leben in Würde und Gerechtigkeit wiederherzustellen, betonte der LWB-Rat.
Die internationale Gemeinschaft habe bei dieser Krise ein legitimes Interesse sowie eine wichtige Rolle zu spielen. Die Welt dürfe nicht untätig dabei zuschauen, wie in Simbabwe eine menschliche Katastrophe entstehe, so wie sie dies während des Genozids in Ruanda getan habe, betonten die Ratsmitglieder.
Das Ergebnis der für Freitag, 27. Juni, geplanten Stichwahl um das Präsidentenamt in Simbabwe, dürfe keinesfalls von der weltweiten Gemeinschaft anerkannt werden, so der LWB-Rat in seiner Erklärung.
Hier finden Sie den vollen Wortlaut der LWI-Nachricht.
LWB-Generalsekretär: Lutherische Gemeinschaft muss sich für mehr Ernährungssicherheit einsetzen
![]() Pfr. Dr. Ishmael Noko, LWB-Generalsekretär, präsentiert seinen Bericht an den Rat. © LWB/D.-M. Grötzsch |
In seinem Bericht an den Rat des Lutherischen Weltbundes (LWB), hat LWB-Generalsekretär Pfr. Dr. Ishmael Noko die zentrale Aufgabe des LWB betont, den grundlegenden Ursachen der Ernährungskrise sowie deren Auswirkungen vor allem auf die Armen seine ganze Aufmerksamkeit zu schenken.
„Die ‚Ernährungssicherheit’ oder ‚Ernährungshoheit’ könnte sich im 21. Jahrhundert zu einer der grössten Herausforderungen entwickeln“, erklärte Noko am Donnerstag, 27. Juni, in seinem Bericht in Arusha. Wenn sich die Aufmerksamkeit der internationalen Medien bis zur Elften LWB-Vollversammlung 2010 in Stuttgart (Deutschland) zum Thema „Unser tägliches Brot gib uns heute“ vielleicht auch von der gegenwärtigen globalen Ernährungskrise auf andere Themen verlagert haben werde, so blieben doch die grundlegenden Ursachen dieser Krise und ihre tragischen Auswirkungen weiterhin bestehen.
Noko betonte, die Ernährungskrise sei kein isoliertes Problem, sondern das Ergebnis eines vielschichtigen Zusammenwirkens mehrerer Faktoren, wie zum Beispiel Klimawandel, zunehmende Wasserknappheit, Bevölkerungswachstum und steigender Reichtum insbesondere in den sich schnell entwickelten Volkswirtschaften, fehlende Investitionen in die heimische Landwirtschaft sowie eine ungerechte Handelspolitik.
Hier finden Sie den Bericht von LWB-Generalsekretär Pfr. Dr. Ishmael Noko in englischer Sprache. (Dieser Link erfordert Adobe Acrobat Reader) ![]()
Hier finden Sie den vollen Wortlaut der LWI-Nachricht.
Aussprache über Menschenhandel, Korruption
und interreligiösen Dialog
Die Krise in Simbabwe, Korruption, Menschenhandel und interreligiöser Dialog waren einige der zentralen Themen, die die Delegierten auf der LWB-Ratstagung aus dem Bericht des Generalsekretärs aufgegriffen haben. Mehr...
Theologische und organisatorische Implikationen
für Erneuerung des LWB
Der Erneuerungsausschuss des LWB hat dem Rat auf seiner Tagung in Arusha seinen zweiten vorläufigen Bericht mit einer Zusammenfassung der Vorschläge für eine Erneuerung des LWB vorgelegt.
Der Vorsitzende des Ausschusses, Bischof Raymond Schultz von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Kanada, erklärte bei der Vorstellung des Berichts, der Erneuerungsprozess ziele darauf ab, Mittel und Wege zu finden, wie das gemeinsame Leben und die gemeinsame Arbeit der lutherischen Gemeinschaft so gestaltet werden könnten, dass alle Kirchen und ihre missionarischen und diakonischen Einrichtungen Verantwortung für die gemeinsamen Aufgaben übernähmen. Mehr...
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