Arusha (Tansania), 25. bis 30. Juni 2008
Tag 1 - Mittwoch, 25. Juni
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Prozession zum Eröffnungsgottesdienst der diesjährigen LWB-Ratstagung in der Kirche „Arusha Town Lutheran Church“ im nordtansanischen Arusha. |
Feierliche Eröffnung der LWB-Ratstagung im tansanischen Arusha
![]() Bischof Thomas O. Laiser von der ELKT-Diözese Arusha. © LWB/D.-M. Grötzsch |
Mit einem feierlichen Eröffnungsgottesdienst wurde am Mittwochmorgen, 25. Juni, die diesjährige Ratstagung des Lutherischen Weltbundes (LWB) in Arusha (Nordtansania) eröffnet. In seiner Predigt forderte der tansanische Bischof Thomas O. Laiser die lutherische Gemeinschaft auf, Salz und Licht für die Erde zu sein. Laiser von der Diözese Arusha, die zur Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tansania (ELKT) gehört, betonte, dass es die vordringliche Aufgabe für alle Menschen sei, Verantwortung für die Natur zu übernehmen.
Der Rat tagt auf Einladung der ELKT vom 25. bis 30. Juni mit über 170 Teilnehmenden in Arusha und steht unter dem Thema „Schmelzende Schneekappe auf dem Kilimandscharo: Zeugnis inmitten der leidenden Schöpfung“.
Während des Eröffnungsgottesdienstes veranschaulichte ein grosses Bild des Kilimandscharo am Altarkreuz in der Kirche „Arusha Town Lutheran Church“ in Arusha das Thema der Ratstagung. Bischof Laiser betonte, dass „in den vergangenen Jahren mit grosser Sorge bemerkt und beobachtet wurde, dass der Schnee auf dem höchsten Berg in Afrika mit einer nie dagewesenen Geschwindigkeit als Resultat der Zerstörung der Umwelt wegschmilzt.“ Das Verschwinden der Wälder und die Ausrottung der Tiere sei das Ergebnis der Umweltzerstörung, die auch am Klimawandel und der globalen Erderwärmung erkennbar sei, die zur Schneeschmelze auf dem Kilimandscharo führe, legte Laiser dar. Mehr...
LWB-Präsident Hanson: Die Menschheit steht an einem Scheideweg
![]() LWB-Präsident Bischof Mark S. Hanson während seiner Ansprache vor dem Rat. © LWB/D.-M. Grötzsch |
Angesichts der Ausbeutung und Missachtung der Schöpfung und der daraus resultierenden Folgen des Klimawandels stehe die Menschheit an einem Scheideweg, so der Präsident des Lutherischen Weltbundes (LWB), Bischof Mark S. Hanson, zum Auftakt der LWB-Ratstagung im nordtansanischen Arusha. Die Menschen seien nicht nur vor die Frage gestellt, wohin sie in Zukunft gingen, sondern auch, wo sie heute wirklich stünden und wer gemeinsam mit ihnen an diesem Scheideweg sei, so der Leitende Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Amerika (ELKA) in seiner Ansprache am Mittwoch, 25. Juni.
Mit Blick auf das Thema der Ratstagung: „Schmelzende Schneekappe auf dem Kilimandscharo: Zeugnis inmitten der leidenden Schöpfung“ betonte Hanson, dass nicht nur die Schneekappe schmelze. Die Bergwasser, die der Erde und den darauf lebenden Menschen jedes Frühjahr neues Leben schenkten, nähmen mit dem Rückgang des Gletschers ab. Die Luft verändere sich und Geschöpfe stürben aus, Menschen verhungerten, so Hanson. Der globale Klimawandel sei eine Realität, die nicht geleugnet werden könne. Das Beweismaterial sei gewaltig und die Konsequenzen unausweichlich.
Die Menschheit habe in ihrer ganzen Geschichte, aber insbesondere in den letzten Jahrhunderten, so getan, als ob sie dazu berufen sei, „Gott ähnlicher zu sein als der übrigen Schöpfung.“ Laut Hanson vereinnahmen in der christlichen Tradition diejenigen, die sich so verhalten, biblische Formulierungen für sich, wie die Aufforderung aus dem 1. Buch Mose, sich die Erde „untertan“ zu machen und über sie zu „herrschen“. Mehr...
Hier finden Sie die Ansprache von LWB-Präsident Bischof Mark S. Hanson in englischer Sprache. (Dieser Link erfordert Adobe Acrobat Reader) ![]()
Aussprache zu Bericht des LWB-Präsidenten: Ratsmitglieder fordern gemeinsames Vorgehen in Fragen des Klimawandels
Die Teilnehmenden der LWB-Ratstagung haben Reflexionen von LWB-Präsident Bischof Mark S. Hanson über Umweltanliegen in seiner Rede an den Rat begrüsst. Bei den Fragen und Kommentaren in der Aussprache zur Rede des LWB-Präsidenten ging es vor allen Dingen darum, wie LWB-Mitgliedskirchen diese Anliegen in konkrete Massnahmen umsetzen könnten. Mehr...
Lutherischer Weltbund erzielt Überschüsse in Haushaltsjahren 2006 und 2007
![]() LWB-Schatzmeister Peter Stoll. © LWB/D.-M. Grötzsch |
Aufgrund von Wechselkursgewinnen konnte der Lutherische Weltbund (LWB) seinen Koordinierungshaushalt für die Jahre 2006 und 2007 mit Überschüssen abschliessen. LWB-Schatzmeister Peter Stoll präsentierte in seinem Bericht an den LWB-Rat am Mittwoch, 25. Juni, im nordtansanischen Arusha einen Überschuss von 1,2 Millionen US-Dollar (USD) für das Jahr 2006 sowie von 2,2 Millionen USD für 2007.
Neben 2006 sei auch 2007 „ein positives Jahr“, so Stoll. Alle LWB-Abteilungen hätten Überschüsse verzeichnen können: das Generalsekretariat 432.193 USD, die Abteilung für Theologie und Studien (ATS) 294.504 USD, die Abteilung für Mission und Entwicklung (AME) 614.607 USD sowie die Abteilung für Weltdienst (AWD) 840.387 USD. Da die Jahresrechnung 2006 zum Zeitpunkt der letzten Ratstagung im März 2007 im schwedischen Lund noch nicht geprüft worden war, legte Stoll dem Rat die Jahresabschlüsse für 2006 als auch 2007 zur Genehmigung vor.
Neben dem Genfer Koordinierungshaushalt seien auch die Programm- und Projekthaushalte des LWB in den Jahren 2006 und 2007 zumeist ausgeglichen gewesen. In einigen Bereichen hätten sich Abschreibungen als notwendig erwiesen; 2006 in Höhe von 282.943 USD und 2007 in Höhe von 319.887 USD, berichtete Stoll. Mehr...
Hier finden Sie den Bericht von LWB-Schatzmeister Peter Stoll in englischer Sprache. (Dieser Link erfordert Adobe Acrobat Reader) ![]()
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