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Seit 1992 ist das Programm im Flüchtlingslager Kakuma aktiv, in dem damals 30.000 Flüchtlinge versorgt wurden - überwiegend kleine Jungen aus dem Südsudan, die nach einer Offensive der sudanesischen Regierung in den Norden Kenias geflohen waren. Mit dem Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR) und der kenianischen Regierung wurde ein dreiseitiger Vertrag geschlossen, demgemäss die AWD den Auftrag zur Leitung des Flüchtlingslagers erhielt und als führende Hilfsorganisation agieren sollte. Heute bemüht sich die AWD auf unterschiedliche Weise, die Flüchtlinge mit dem Notwendigsten für ein menschenwürdiges Leben zu versorgen. Dazu gehören die Verteilung von Nahrungsmittelrationen, Wasserversorgung und hygienische Anlagen, Sicherheit, Bildung und Gemeinschaftseinrichtungen. Das Flüchtlingslager Kakuma beherbergt zur Zeit mehr als 81.000 Flüchtlinge, die vor allem aus dem Sudan, aus Somalia und Äthiopien stammen. Mit Unterstützung des Welternährungsprogramms (WFP - World Food Programme), der kenianischen Regierung und ACT (Action by Churches Together - Kirchen helfen gemeinsam) beteiligt sich die AWD an der Nothilfe für die von der Dürre betroffene Turkana-Gemeinschaft in der Umgebung des Lagers Kakuma. Hierzu gehört die Verteilung von Nahrungsmittel-Hilfslieferungen sowie therapeutischer Nahrung. Es ist geplant, Massnahmen für eine nachhaltigere Entwicklungsarbeit in begrenztem Umfang durchzuführen. |
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Nachdem jedoch sowohl Dürre und als auch verstärkte Kampfhandlungen im Gebiet von Bahr el Ghazal unerträgliche Ausmasse annahmen, wurde die Nothilfe 1999 im Zusammenwirken mit der "Church Ecumenical Action in Sudan" (CEAS - kirchliche ökumenische Aktion im Sudan) wieder aufgenommen. Ziel war es, den riesigen Bedarf an Nahrungsmitteln für 26.000 Binnenvertriebene und 145.000 Bedürftige zu decken. Der grösste Teil der Nahrungsmittel wurde per Schiff nach Mombasa (Kenia) gebracht und von dort auf dem Landwege über Koboko in Norduganda nach Rumbek und Yirol transportiert, obwohl die Strassen dort eigentlich unpassierbar sind - besonders während der Regenzeit. Während dieser Operation wurden alle Gelegenheiten genutzt, die Entwicklung der Region zu fördern und die wirtschaftliche Selbständigkeit durch die Verbindung von Wiederaufbau- und Entwicklungsprojekten voranzutreiben. Auch der Kapazitätsaufbau an der Basis und "Friedensinitiativen von Mensch zu Mensch" wurden unterstützt. Web-Seite des AWD-Kenia-Programms. Weitere Informationen erhalten Sie bei: Programmreferentin Maria Immonen. |






